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Eine Flusskreuzfahrt durch den Süden Frankreichs
mit dem Schiff „ Bijou du Rhone“

Traumhafte Kulissen, wunderschöne Landschaften und der Duft von Lavendelfeldern

 

Ausgangspunkt der 8-tägigen Flusskreuzfahrt von nicko-cruises ist Lyon. Entlang des Ufers der Saône liegen viele Schiffe. Aber man muss nicht lange suchen, um „Bijou du Rhône“, zu finden. Bijou heißt übersetzt das Juwel. Der rot lackierte Rumpf des Schiffes ist mit seiner Signalfarbe schon von Weitem zu erkennen. Diesmal ankert es an einer Stelle am Quai Claude Bernard, wo sich der „Parcours Sportif Berges du Rhône“ befindet. Hier, mitten auf der Fußgängerpromenade, kann jeder, der Lust am Sport hat, rund um die Uhr kostenlos an fest verankerten Geräten trainieren. Manchmal schaut sogar ein professioneller Trainer vorbei, der Gruppenballspiele organisiert oder sein sportliches Wissen weiter gibt. Eine tolle Einrichtung, die von vielen, meist Jugendlichen, sehr gerne genutzt wird. Ab 17:00 Uhr empfängt die crew die Gäste an Bord, die sich den Süden Frankreichs als Reiseziel ausgesucht haben. Wer früher anreist, kann seine Koffer auf dem Schiff deponieren und nach einem relativ kurzen Spaziergang die Altstadt erkunden. Wer nicht so gut zu Fuß ist, nutzt die Tram1, die direkt am Quai hält und nur wenige Stationen bis zum Stadtzentrum fährt.
„Bijou du Rhône“ wurde 2001 erbaut, hat Platz für 150 Passagiere und die 37 crew-Mitglieder kümmern sich um das Wohl der Reisenden. Mit seinen 114m Länge und 11m Breite ist es ein stattliches Schiff. Es hat 4 Decks: Sonnendeck, Oberdeck und Mitteldeck, die alle große Panoramafenster haben und sich öffnen lassen. Das Hauptdeck befindet sich im unteren Segment. Gegessen wird im Panoramarestaurant und für die Freizeit steht der gemütliche Salon mit einer Bar zur Verfügung. Ausserdem gibt es eine Bibliothek mit umfangreichem Lesestoff und den großzügigen Rezeptionsbereich. Aktuelle Hinweise zu den täglichen Ausflügen und den Freizeitangeboten an Bord hängen an einer Infotafel.
Viele Passagiere kommen von weit her und hatten eine lange Anreise, die hungrig macht. Im Panoramarestaurant werden gerade die letzten Vorbereitungen für das Abendessen getroffen. Die Türen sind noch geschlossen, aber die ersten Passagier stehen schon an. Die Sitzordnung für 6-8 Personen an den perfekt eingedeckten Tischen ist festgelegt. Zuerst sind sich die Tischnachbarn noch fremd, aber schnell kommen die Gäste ins Gespräch. Das mehrgängige Abendmenü besteht wahlweise aus Fisch, Fleisch oder vegetarischer Kost. Eis oder eine kleine Käseauswahl mit frischem Brot runden das Menü ab, denn bekanntlich schließt Käse den Magen.
Um 22:15 Uhr heißt es dann „Leinen los“ und die Fahrt geht flussaufwärts in Richtung Chalon-sur-Saône. Bis in den späten Abend sorgt der Bordmusiker für gute Unterhaltung im gemütlichen Salon. Einige Paare wagen sich auf die Tanzfläche, und weil die meisten Gäste der Generation Ü-60 angehören, hat der DJ Oldies aufgelegt und heitzt damit die Stimmung richtig an.
Das Schiff gleitet durch die Nacht. Wer Lust hat, genießt die laue Luft auf dem Sonnendeck. Der Mond gleicht einer Sichel und die Landschaft wird zur Silhuette.
Sonnenaufgang. Für die Frühaufsteher gibt es schon ab 6:30 das erste kleine Frühstück, ab 7:00 Uhr dann das reichhaltige Frühstücksbuffet. Das heißt, die Küchencrew hat eine kurze Nacht und muß gegen 5:30 Uhr mit der Arbeit beginnen. Vormittags steht ein wichtiger Termin auf dem Programm: die Seenotrettungsübung. Sie ist eine Pflichtveranstaltung für alle Passagiere. Da es um die Sicherheit geht, wird die Teilnahme streng kontrolliert. Der erste Landgang wird von der Kreuzfahrtleiterin angekündigt. Im Herzen des berühmten Burgunder Weinanbaugebietes zwischen Chalon-sur-Saone und Dijon liegt die Stadt Beaune, die auf dieser Reise das nördlichste Ziel ist und 142 Streckenkilometer vom Ausgangspunkt entfernt liegt. Hier steht die Besichtigung des bekannten Hospitz Hotel Dieu auf dem Programm. Es wurde im Mittelalter im Jahr 1443 von Nicolas Rolin erbaut und war der „Palast für Arme“. Mit seinen großen gotischen Fassaden gilt es als Meisterwerk der burgundischen Architektur. Bemerkenswert ist das markante, farbenprächtige Dach. Bis 1971 wurde das Hospiz in seiner ursprünglichen Form genutzt. Erst danach verlegte man die Patienten in ein neu erbautes Krankenhaus. 61 Hektar Weinberge gehören zum Hospiz, und seit 1859 findet hier jährlich die berühmteste Weinversteigerung der Welt statt. Der Erlös dient humanitären Zwecken.
Während die Gäste beim Ausflug ihre Freizeit genießen, herrscht in der Bordküche Hochbetrieb. Schließlich steht der Willkommensempfang durch den Kapitän Thierry Ducout, den Hotelmanager Mathias Schmidt und die Kreuzfahrtleiterin Janine Derenbach bevor. Serviert wird u.a. ein französisches Käsebuffet und ein reichhaltiges Gourmetessen. Der Kapitän möchte gerne an seine Gäste ein paar persönliche Worte richten. Er spricht aber nur französisch. Letztendlich holt er einen kleinen Spickzettel aus seiner Tasche und liest die Begrüßung auf deutsch ab. Ob alle ihn verstanden haben ? Die Gäste sind auf jeden Fall amüsiert und applaudieren.
Das Schiff ist auf dem Weg nach Macon. Die kleine Stadt mit ihren 34.000 Einwohnern wird nach 62 km zu Tal noch vor Mitternacht erreicht. Weil strategisch gut gelegen, hat man im Mittelalter die Saint-Laurent-Brücke mit 12 Brückenbögen über die Saône gebaut. Sehenswert ist auch die Kathedrale St.Vincent aus dem 12. bis 14. Jahrhundert und die Kirche Saint-Pierre, die im 19. Jahrhundert im neoromanischen Stil errichtet wurde.
Inzwischen ist es ruhig geworden an Bord. Die meisten Gäste sind in ihren Kabinen. Nur ein paar Hartgesottene sitzen noch gemütlich an der Bar im Salon. Nächtliche Lichter ziehen an den großen Panoramafenstern vorbei. Der Sternenhimmel ist klar und das Schiff gleitet ruhig durch die Dunkelheit.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück können die Gäste das Kloster Cluny oder das Chateau Cormatin in der Nähe von Macon besuchen. Die Reisebusse stehen für den Ausflug pünktlich bereit. Jeder Teilnehmer bekommt einen Kopfhörer, so dass auch diejenigen, die nicht unmittelbar beim Reiseleiters sind, alles akustisch mitbekommen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, denn um 12:00 Uhr verläßt das Schiff die Stadt und fährt weiter Richtung Belleville. Einige Gäste gehen dort von Bord, um an dem Ausflug „Beaujolais mit Weinprobe“ teilzunehmen. Der Reisebus bringt sie anschließend zum nächsten Ziel, dem Ort Trévoux. Es ist ein kleiner Ort mit gerade mal 7.000 Einwohnern. Sehenswert sind dort die Ruinen der Burg Chateau fort de Trévoux aus dem 13. bis 14. Jahrhundert. Seit über 100 Jahren ist die Anlage denkmalgeschützt und bietet einen wunderschönen Rundblick auf das Tal der Saône und das Beaujolais.
Unser Schiff liegt bereits mit den an Bord gebliebenen Gästen vor Anker und hat eine Strecke von 49 km zurückgelegt.
Über den Schiffslautsprecher kommt die Ansage der Kreuzfahrtleiterin: “Alle Passagiere sind nun wieder wohlbehalten vom Landgang zurückgekehrt, und wir legen ab und fahren flussabwärts auf der Saône in Richtung Lyon“.
Zum Ausklang des Abends lädt der Chefkoch zur Küchenbesichtigung ein. Durch den Blick hinter die Kulissen kann man die anstrengende Arbeit der crew auch besser wertschätzen. Immerhin müssen täglich 150 Passagiere zu den vorgegebenen Essenszeiten gleichzeitig bedient werden. Eine logistische Meisterleistung, die dem Team professionelles Arbeiten und Disziplin abverlangt.
Einige der Gäste haben sich auf das Sonnendeck begeben und genießen jetzt die abendliche Fahrt durch die hell erleuchtete Altstadt von Lyon mit ihren herrlichen Sehenswürdigkeiten. Blitze durchziehen die Dunkelheit. Nein, es ist kein aufziehendes Gewitter, was da im Anmarsch ist, sondern die Fotoapparate der Passagiere, die die Schönheit der Stadt im Bild festhalten möchten.
Das Schiff gleitet wieder unter den tiefliegenden Brücken hindurch.Vom Kai her klingt Musik, man sieht Jugendliche, die ausgelassen Party feiern. In Lyons südlichem Teil fließt dann die Saône in die Rhône. Auf dem gesamten Streckenverlauf dieses Teils der Reise hat das Schiff 284 km zurückgelegt und 3 Schleusen mit einem gesamten Höhenunterschied von 9,4 Metern durchfahren. Das Schleusen ist Millimeterarbeit und verlangt dem Kapitän und seiner crew höchste Konzentration und Geschick ab. Wenn dann am Ende der Schleusenanlage das grüne Licht der Ampel erleuchtet, heißt es: „Volle Fahrt voraus“ und die Reise geht weiter.

 

 

Alte Dörfer, Vogelschwärme und frischer Wind, der vom Mittelmeer herüber weht

Lyon liegt nun weit hinter uns. Jetzt geht es nach Süden in Richtung Mittelmeer. Die ersten Frühaufsteher sitzen schon um 7:00 Uhr am gedeckten Tisch im Panoramarestaurant. Andere nutzen den Rundgang auf dem Mitteldeck, um die ersehnte Landschaft zu genießen. Hier darf auch geraucht werden. Pünktlich um 12:00 Uhr erreicht das Schiff nach 166 Streckenkilometern die Stadt Viviers. Dort startet der Ausflug zur Ardéche Schlucht und anschließend steht der Besuch des Lavendelmuseums auf dem Programm. Die Schlucht ist atemberaubend. Von der hochgelegenen Straße aus sieht man an einem „Seepoint“ besonders gut, wie klar das blau-grün gefärbte Wasser ist. Unten am Ufer kann man Kanus ausleihen, schwimmen gehen, stand up paddeln oder einfach nur die phantastische Umgebung genießen und die Seele baumeln lassen. Nach dem Fotoshooting geht es weiter zum Lavendelmuseum. Der Parkplatz ist überfüllt mit Reisebussen, denn das Museum ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Der Geruch auf den Lavendelfeldern ist intensiv. Tief einatmen und ausatmen – wunderbar. So weit das Auge reicht, stehen die blauen Pflanzen eng an eng und sind eine wahre Augenweide. Die schönste Zeit, dass zu erleben ist Ende Juni bis Anfang Juli, also nur 2-3 Wochen, dann wird geerntet. Lavendel wird z.B. als Badezusatz, als Arznei (Kampfer) oder in der Parfümindustrie verwendet. Wie schon das Wort Museum sagt, wird hier alles Wissenswerte rund ums Thema Lavendel dem Besucher anschaulich gemacht. Auch der Souveniershop des Hauses macht guten Umsatz. Wer möchte nicht mit einem duftenden Mitbringsel die Daheimgebliebenen erfreuen.
Das nächste Ziel ist Arles. Das Schiff legt ab und gleitet wieder ruhig auf der Rhône.  Aber nicht alles läuft immer nach Plan. Die Kreuzfahrtleiterin meldet sich per Bordlautsprecher zu Wort und bittet alle Passagiere am Nachmittag in den Salon zu kommen. Was ist passiert ? Es kann schon mal Unvorhergesehenes eintreten und die crew muß schnell reagieren. Diesmal ist es ein bevorstehender Streik des französischen Schleusenpersonals. Klartext: Wenn wir programmgemäß unsere Fahrt fortsetzen, erreichen wir nicht pünktlich unser nächstes Ziel. Der Kapitän und seine Mitarbeiter müssen nicht lange nachdenken und entscheiden, alle noch bevorstehenden Schleusen zu passieren und dann, früher als gedacht, in Arles vor Anker zu gehen. Aber bevor es soweit ist, wird das Schiff noch von „Piraten“ geentert. Die crew hat sich verkleidet, und wer von den Passagieren unauffällig bleiben möchte, sollte das auch tun. Ob Piratentuch, T-Shirt oder Augenklappe ist jedem selbst überlassen. Nach dem Spektakel wird ein Piratenschmaus serviert. Abendessen einmal anders, aber mit viel Witz und guter Laune.
Damit ist noch nicht genug. Der Höhepunkt des Abends kommt noch, denn die Schiffscrew hat ihre eigene show vorbereitet. Die Angestellten, die aus den verschiedensten Ländern der Erde kommen, singen, zaubern oder tanzen für die Gäste. Die ungarische Servicekraft z.B. singt ein Lied in ihrer Heimatsprache oder Köche tanzen synchron nach Discomusik und lassen dabei ihre Muskeln spielen – wichtig ist, dass alle Spaß haben und die Passagiere begeistert sind. Für die Hobby-Künstler, die in ihrer Freizeit lange geprobt haben und nun mit Lampenfieber auf der Bühnen stehen, gibt es am Ende einen tobenden Applaus. Ein aufregender Tag geht zu Ende.
Es duftet nach Kaffee und frischem Brot. Viele der Gäste sitzen eher unfreiwillig schon früh im Restaurant, denn es gibt heute auf Grund der Programmänderung nicht 2, sondern 3 Ausflüge. Zuerst ein Stadtrundgang in Arles, dann ca. 6-stündige Busfahrt in die außergewöhnliche Camargue mit dem Besuch einer Stierfarm, Mittagessen, Flamingos gucken, Herden von den berühmten weißen Pferden bestaunen und noch einen kurzen Stopp am Meer einlegen. Nach dem Abendessen folgt der nächtliche Stadtrundgang durch Avignon mit seiner berühmten Brücke und den Sehenswürdigkeiten. Wie soll man sich entscheiden ? Das Programm ist heftig aber machbar. Die meisten Gäste sehen es gelassen.
Wer auf eigene Faust in Arles unterwegs ist, kann an diesem Tag ein besonders Spektakel erleben. Nicht weit vom Anleger in Richtung Altstadt steht eine Straßensperre, Fußgänger dürfen aber durch. Vor den Restaurants werden große Grillschüsseln aufgestellt, in denen das Essen langsam vor sich hin brutzelt. Ein rundes Schild am Straßenrand zeigt einen Stierkopf. Das weckt die Neugier. Beidseitig der Hauptstraße sind hohe Metallgitter auf einer Strecken von ca. 500 m befestigt. Langsam wird es voll auf den Gehwegen, und die besten Plätze direkt hinter den Gittern sind schnell besetzt. Aus einem grünen Container hört man polternde Geräusche. Oben drauf sitzen einige Männer. An diesem Tag wird ein traditionelles Fest gefeiert, bei dem es darauf ankommt, sehr nah an einen freigelassenen, wilden Stier heranzukommen und ihn, bestenfalls auch seine Hörner, zu berühren. Noch ist der Stier nicht in Sicht, dafür aber die vielen Kinder und Jugendlichen, die die abgesperrte Straße bevölkern. Immer mehr Schaulustige drängeln sich nach vorne, denn Angst hat hier keiner, nur die Touristen suchen schon mal Fluchtwege.
Der ersehnte Startschuß ist so laut, dass er bis zum Stadtrand von Arles zu hören ist. Die Containerklappe öffnet sich und widererwarten läuft ein ruhiger, fast müde wirkender Stier über die Straße, dann steht er still und guckt. Aber Langeweile möchte hier keiner sehen. Die Mutigsten haben ein knallrotes Shirt an und nähern sich dem Tier. Das Rot zeigt Wirkung und langsam wird es spannender. Der Stier, dem man einen Lederschutz auf seine Hörner gestülpt hat, hetzt jetzt durch die Straße. Die kleinen Kinder schieben sich jubelnd durch die schmalen Gitterstäbe, um Schutz zu suchen. Die Größeren springen gekonnt am Gitter hoch und halten sich fest, bis die Luft wieder rein ist. Man merkt, dass das hier Tradition hat. Nachdem der erste Stier eine Pause bekommt und freiwillig Richtung Container trottet, wird das zweite, temperamentvollere Tier herausgelassen und das Spiel beginnt von vorne. Nach einiger Zeit beendet dann ein erneuter Schuss das Spektakel. Inzwischen ist auch das Essen auf dem Grill fertig, das Bier gezapft und eine 8-köpfige Kapelle in Landeskluft erfreut die Gemüter mit ihrer Blasmusik auf dem Marktplatz. Bis zum späten Abend wird hier fröhlich weiter gefeiert. Für die Einheimischen geht ein spannender Sonntag zu Ende. Ob es den Tieren auch so gefallen hat ? Wir werden es nie erfahren.
Der Bus mit den Gästen, die die Camargue besucht haben, ist zurück. Jetzt stärken sich alle beim Abendessen. Der Tag war für viele anstrengend, aber erlebnisreich.
Wieder klingt die Stimme der Kreuzfahrtleiterin durch das Schiff „Alle Gäste, die den abendlichen Stadtrundgang in Avignon gebucht haben, treffen sich jetzt am Schiffsausgang“.
Es ist 20 Uhr und schon dunkel. Die 2 Stadtführerinnen werden je eine Gruppe für zwei Stunden zu Fuß durch die zauberhafte Stadt begleiten. Avignon liegt in der Provence, am östlichen Ufer der Rhône. Sie war von 1309-1423 Papstsitz und trägt den Beinamen „Stadt der Päpste“. Innerhalb der Stadtmauer leben heute mehr als 15.000 Einwohner. Die erste Sehenswürdigkeit ist die Brücke „Pont Saint-Bénézet“, die im Lichterschein erstrahlt und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Allen Passagieren fällt sogleich das bekannte Kinderlied „Sur le pont d´Avignon…“, ein, dass von der Stadtführerin auch angestimmt wird. Aber mehr als den Refrain kennt keiner. Der Spaziergang geht weiter zum gotischen Papstpalast aus dem 14. Jahrhundert und der Bischofsanlage Rocher des Doms. Auf den kleinen Plätzen der Altstadt ist noch Hochbetrieb, die Luft ist warm, und die Bewohner der Stadt genießen ihre Freizeit.
Für die Ausflügler heißt es dann wieder „Willkommen an Bord“ und das Kreuzfahrtschiff nimmt noch in der Nacht Kurs auf Lyon, dem Ausgangspunkt der Reise.
Wieder am Quai Claude Bernard angekommen, steht am nächsten Morgen die Stadtrundfahrt auf dem Programm und ein Ausflug in die kleine Gemeinde Pérouges mit ihrer hügeligen Umgebung. Lyon ist die drittgrößte Stadt Frankreichs und hat unzählige alte Kirchen, Museen, Parks und Denkmäler. Am schönsten ist aber ein Bummel durch die Altstadt mit den engen Gassen (Traboules), den Bäckereien, Restaurants und vielen kleinen Geschäften. Die Stadt verzaubert ihre Gäste mit dem typisch französischen flair. So richtig hektisch ist es hier nicht, denn die kleinen hübschen Cafes laden zum Verweilen ein. Ein ungewohnter Anblick bietet sich den Passagieren. Vor dem Schiff parken jetzt große Lastwagen, die fast den Zugang versperren. Mitarbeiter und crew schleppen unendwegt große Mengen an Getränken und Lebensmitteln in das Schiffsinnere. Alles ist bis ins Detail kalkuliert, so dass es an nichts fehlt. Denn die neuen Gäste, die morgen anreisen, sollen sich genauso wohl fühlen, wie diejenigen, die gut erholt und mit unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck das Schiff verlassen und ihre Heimreise antreten. „Au revoir“ und „Bienvenue“