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1. Station –

«Klick» macht´s, und der letzte Koffer ist geschlossen. Jetzt kann es losgehen, noch ein kleines Gebet zum Himmel und wir verlassen das Haus.

Auf dem Weg zum Flughafen werden die Hochglanz-Reiseprospekte von Las Vegas schon mal aus der Tasche genommen, und die Vorfreude auf den bevorstehenden Urlaub wird immer größer. Wir kommen unserem Ziel, zwei schöne Wochen in den zu verbringen, näher.

Ein sehr persönlicher einer Reise durch die USA

Unsere Reiseroute führt von über Paris nach und sofort weiter nach Las Vegas. Tage später wieder nach , dann mit dem Auto in Richtung Norden bis und zurück ins heimische .

Ziemlich geschafft erreichen wir am Abend unser Ziel. Schon beim Landeanflug auf Las Vegas überwältigt uns der Anblick dieser riesengroßen, in allen Farben glitzernden Stadt, die von oben gesehen kein Ende nehmen will. Mein Mann ist außer sich vor Freude. Heute noch will er unbedingt dem Spielautomaten Paroli bieten. Er kann es kaum erwarten, und sein kleines Budget soll auf jeden Fall vergrößert werden, um auch die Urlaubskasse noch ordentlich aufzufüllen.

Nach den Einreiseformalitäten nehmen wir einen Shuttle-Bus zum Hotel, das auf dem berühmten «Strip» liegt. «Imperial Palast, please», sagen wir dem Fahrer. Eine Gruppe munterer, lauter Amerikaner sitzt schon im Bus. Schnell wird uns klar, dass das keine Touristen sind. Der Fahrer macht einen etwas beunruhigten Eindruck und fragt die Clique mehrfach, ob sie denn auch den Transport am Ziel bezahlen werden. Üblich ist Vorauskasse. «Of course, dont’n worry» wird versichert. Nach ca. 20 Minuten Fahrt haben wir unser Ziel erreicht, und der Bus hält an einer dunklen, unübersichtlichen Tiefgarageneinfahrt. Die Clique steigt grölend aus und verzieht sich ohne zu bezahlen. Wir werden Zeuge einer brenzlichen Situation, denn der Busfahrer will sein Geld. Auge in Auge und von Mann zu Mann wird heftig debattiert und schnell ist klar, das der Busfahrer ohne sein Geld weiterfahren muss. Wir stehen sprachlos abseits, nehmen unsere Koffer und verschwinden eilig und wortlos in dem dunklen Gang.

Um an die Rezeption zu kommen, muss man erstmal an sämtlichen, gut besuchten Spielautomaten vorbei. Ein Gedränge und Geschubse geht los, betrunkene Gäste, laute , verwahrloste Gestalten kommen uns entgegen, ehe wir dann endlich einchecken können. Immerhin hat man unseren Wunsch, ein Zimmer in den oberen Etagen zu bewohnen, erfüllt. In der 18. Etage angekommen finden wir ein geräumiges, sauberes Zimmer vor. Wir sind zufrieden. Es sollte noch eine lange Nacht werden. Während ich die Koffer auspackte, nutzte mein Mann die Gelegenheit, schnell mal runter ins «Casino» zu gehen.

Stunden später sind seine Taschen leer, und die Urlaubskasse ist etwas schmaler geworden. Der Traum vom großen Geld war ausgeträumt.