Reisezeitschrift für Deutschland, Europa und Welt

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Barbara Jakob

Mecklenburg-Vorpommern aktuelle Konzerte und Ausstellungen

Rügen aktuelle Konzerte und Ausstellungen 

„Binzer Kultur/Sommer“  

Binz wird von Mai bis September zur Bühne für nationale Popstars wie Max Giesinger, Wincent Weiss und Alexa Fesa. 15 Konzerte an den unterschiedlichsten Spielorten wie eine Lounge am Schlachter See, die Evangelische Kirche Bin, der Kurplatz oder der Strand präsentieren Liedermacher wie Benne, Cäthe, Alexander Knappe, Enno Bunger u.a. Den Startschuss gibt am 19. Mai Jan Plewka mit Liedern von Rio Reiser. Am 7. Juli steht die Band Erdmöbel mit ihren ausgefeilten Texten  und wunderbarer Verschrobenheit auf der „Kleinen Bühne Löwenher“. Das gesamte Programm, Ticket sowie Unterkünfte gibt es auf http://www.ostseebad-binz.de. Und wo gibt’s denn sowas? Freier Eintritt zu allen Konzerten. Viel Spaß!

BJ

 

Schwerin aktuelle Konzerte und Ausstellungen

Schweriner Schlossfest

Beim Schweriner Schlossfest vom 16. bis 18. Juni gewährt Großherzog Friedrich Franz II. Audienz… Weiterlesen

Fahr’n se nich nach Pisa …

Haben sie in Physik aufgepasst? Dann wissen sie wann 2.800 Tonnen, die nicht mehr im Lot stehen, umfallen? Die Einwohner von Bad Frankenhausen, knapp 9000 Seelen, wissen es nicht. Es ist die Rede vom schiefen Turm der Oberkirche, genauer der Kirche «Unser lieben Frauen am Berge», in Bad Frankenhausen am Kyffhäuser. 1382 wurde der Bau der gotischen Basilika vollendet. Hatte sich der Baumeister Friedrich Halle bei der Statik verrechnet oder tragen die romanischen Fundamente den 56 Meter hohen Turm nicht mehr? Information gibt mir eine Tafel an der Kirche: 258 (Zweihundertachtundfünfzig) Jahre bis zum Jahr 1640 stand der lange Kerl kerzengerade. Feuersbrünste, Stürme, Not und Hunger liessen ihn nicht wanken. Im Jahr 1525 läuteten seine Glocken den Aufstand der Bauern ein. Unter ihrem Anführer, dem Theologen Thomas Müntzer, wurden sie in der Schlacht am Schlachtberg vernichtend geschlagen. 6000 Bauern… Weiterlesen

Dresden Neustadt

In der Dresdner Neustadt, etwas abseits der Touristenströme, liegt ein einzigartiges Kleinod,«Der schönste Milchladen der Welt».

Vom Hotel in der Grossen Meissner Straße fahren wir mit der Linie 8 vom Halt Neustädter Markt bis zum Albertplatz, steigen dort in den Busersatzverkehr EV11 und fahren bis zur Haltestelle Bautzner/ Rothenburgerstraße. Die «Elektrische» Nr. 11 bleibt zur Zeit im Depot. Die Bautzener Straße ist eine riesige Baustelle. Über Sandhügel vorbei an riesigen Baggern wandern wir zur Bautzener Straße Nr. 79.

Wir öffnen die Tür und tauchen ein in eine Märchenwelt. Ein angenehmer Duft umfängt uns. Ja, angenehm, Käse kann in dieser zauberhaften Umgebung nicht «stinken»,

Jugendstil

247 Quadratmeter handgemalter, farbiger Fliesen von Villeroy und Boch bedecken Wände, Fußboden und Decke des märchenhaft schönen Ladens. Auf ihnen tummeln sich spielende Kinder. Schmetterlinge umtänzeln Ranken und Blüten. Dazwischen hüpfen Hasen, Vögel und Kätzchen. Weidende Kühe werden von… Weiterlesen

Burgenstraße –  1200 km  Ferienstraße von Mannheim bis zum Prager Hradschin 

Die Wittelsbacher an der Burgenstraße – Raubritter, Kurfürsten, Könige

Wer schon als Kind den Wunsch verspürte, Prinzessin zu werden oder als Rittersmann dem Nachbarjungen das Holzschwert auf den Kopf zu hauen – es mit der Einheirat ins englische Königshaus aber nicht geklappt hat – der besuche die vor 59 Jahren gegründete Burgenstraße. Eine der traditionsreichsten und bekanntesten Ferienstraßen, die einzige deutsche Touristikroute in West-Ost-Richtung, führt auf 1.200 Kilometern vom Mannheimer Barockschloss bis zum Prager Hradschin.

Für Romantiker und ehemalige kleine Prinzessinnen und Ritter ist diese Straße ein Muss. Sie schlängelt sich vorbei an mehr als 90 trutzigen Burgen auf steilen Felsen, Märchenschlössern in Barockresidenzen und verfallenen Burgruinen über sanften Weinbergen. Sie führt durch geschichtsträchtige Städte wie Heidelberg und Heilbronn, Nürnberg, Coburg, Bamberg und Bayreuth.

Es folgt eine kleine Anregung für… Weiterlesen

60 Jahre Badische Weinstraße 1954 – 2014

Von sagenhaften Frauenzimmern zu Vierteleschlotzern und «Geprannt Weyn»

Badische Weinstraße

In der Vorbergzone des Schwarzwaldes schlängelt sich eine Genussroute durch bezaubernde Fachwerkgemeinden, lauschige Winzerdörfer und Weiler. Rechts und links gesäumt durch mehr oder minder steile Weinberge, Anbaugebiet für einige der besten Weine Deutschlands.

Zum 60. Geburtstag im Mai erwacht diese Traumstraße des Weines aus ihrem Dornröschenschlaf und ruft ihren älteren Geschwistern im Elsass und der Pfalz zu: «Ich komme! Und ich wachse!» Die rund 200 km, die sich von Baden-Baden nach Weil am Rhein um Kaiserstuhl und Tuniberg winden, werden auf rund 500 km verlängert und führen durch den Kraichgau, über Karlsruhe und Heidelberg bis in die Badische Bergstraße. Allein im Monat Mai sind mehr als 150 Aktionen geplant. Die Auswahl ist beindruckend. Kein Topf, der nicht den passenden Deckel findet. Fündig wird man im neuen Internetauftritt unter… Weiterlesen

Bierkultur und Klosterbau auf der Schwäbischen Alb

Im Jahr 2014 brauten in Deutschland 1.362 Braustätten rund 5.000 verschiedene Biersorten. Baden-Württemberg, eher für seine Winzer und guten Wein bekannt, liegt mit 189 Brauereien an zweiter Stelle hinter Bayern. Auf der Schwäbischen Alb, dieser wunderschönen Naturlandschaft, ?ndet man sie noch, die kleinen, feinen Brauereien. Schon seit Generationen in Familienbesitz, halten sie die Brautradition der Benediktiner- und Franziskanermönche hoch. Brauer, die ihren Bieren Zeit zum Reifen lassen, deren Biere ein Mindeshaltbarkeitsdatum haben, die kreativ mit den verschiedensten Hopfensorten und Malzen experimentieren und deren wunderbare Erzeugnisse sich wohltuend von dem Einheitsgebräu der Multibrauereien unterscheiden. Der einzige Wermutstropfen: die Köstlichkeiten dieser Brauereien gibt es nur in der Region.

1466 wird die Berg Brauerei das erste mal urkundlich erwähnt. Seit 1757 braut, bäckt und kocht dort die Familie Zimmermann. Nunmehr in der 9. Generation braut Diplombraumeister Uli Zimmermann mit Liebe und… Weiterlesen

Aus Larsi`s Nähkästchen

Also meine Tante ist ja weit gereist und hat auch schon in Namibia gedreht. Seitdem schwärmt sie davon und will unbedingt noch mal hin. Auch wenn sie sagt, dass manche Bräuche gewöhnungsbedürftig sind.

Die Produktion war eine sogenannte gemischte: Hauptdarsteller, Regie, Kamera und Ton, Produktionsleitung nebst Produktionsassistentin und meine Tante kamen aus Deutschland. Die Serviceproduktion aus Namibia, mit Chefin Michelle, stellte den größeren Teil des Teams. Darunter auch namibische Beleuchter. Drei nette junge Burschen, die aber ihre Kraft nicht ganz beim täglichen Dreh ausleben konnten. Einer von ihnen war schon verheiratet, die Frau wohnte in Windhoek. Gedreht wurde in Lüderitz. Die Frau war hochschwanger und unser lieber Beleuchter freute sich auf das erste Kind. Die ersehnte Nachricht kam, ein Junge, der schon am Drehort tüchtig begossen wurde.

Am nächsten Morgen wurde unsere Michelle zum Hotelbesitzer zitiert: die drei Beleuchter mussten nachts das… Weiterlesen

Wie meine Tante zum Film gekommen ist

Aus Larsi`s Nähkästchen

Also meine Tante ist beim Film. Nicht, dass Sie jetzt denken: Meine Tante spielt im Tonfilm die Trompete. Ne, die macht was Seriöses. Die kann ihnen auf Heller und Pfennig erzählen, was z.B. Walter Plathe als „Landarzt” verdient hat. Tut sie aber nicht! Da muss sie schriftlich ihr Ehrenwort an jeden Filmproduzenten geben bei dem sie arbeitet. Sonst isse weg vom Set, auch wenn se noch so schön mit Zahlen jonglieren kann.

Filmgeschäftsführerin, das ist der Titel meiner Tante auf der Stabliste*. Hört sich bombastisch an, nennt sich im wirklichen Leben Finanz- und Lohnbuchhalterin. Und Lohn gibt’s beim Film auch nicht, das heisst da Gage. Die Schauspieler werden nach Drehtagen bezahlt, kriegen also eine Tagesgage, und meine Tante wundert sich oft, wenn die nicht Walter Plathe oder Manfred Krug heissen, wie die bei zehn Drehtagen… Weiterlesen

Heimat Schwarzwald

Hängt bei Ihnen schon ein Stefan Strumbel über dem Sofa? Verstaubt vielleicht auf Opas Dachboden ein Gemälde von Wilhelm Hasemann oder Curt Liebich? Alle drei Künstler setzen sich in ihren Werken mit dem Begriff Heimat auseinander.

Stefan Strumbel, geboren 1979 in Offenburg, begann seine Karriere als jugendlicher Graffiti Künstler und verschönte die doch eher tristen Wagen der Deutschen Bahn mit seinen Bildern. Künstlerischen Spürsinn sagt man der DB nicht nach, so wurden die Züge schnöde gereinigt. Inzwischen hängen Strumbels Originale, die heute mit ca. 95.000,00 € gehandelt werden, bei Karl Lagerfeld und Hubert Burda über dem Sofa.

Stefan Strumbel karikiert den Begriff Heimat in seinen Werken und verfremdet die heiligen Symbole des Schwarzwaldes: die Kuckucksuhr, das Schwarzwaldmädel mit dem Bollenhut und die Schwarzwälder Kirschtorte . Das Mädele maskiert sich mit einem Palästinenserhut und greift zum Gewehr. Aus der Kuckucksuhr springt ein Totenkopf und… Weiterlesen

Himmlische Theater, rauschender Bach und eine kleine Prise Hölle

Blitzeblauer Himmel, bauschige Wölkchen und eine Sonne, die dem Nasenrücken den ersten Sonnenbrand beschert, so man nicht mit Einreibung der Stärke 50 vorgesorgt hat. Neuzelle wir kommen! Leichtes Erschrecken, als der Zug am Bahnhof Neuzelle hält. Ein leeres Bahnhofsgebäude grüßt mit blinden Fensterscheiben. Eine Busverbindung zum Kloster Neuzelle besteht nicht. „Zu wenig Bedarf. Es rechnet sich nicht!“ Für 1,5 km befinden wir uns in der Hölle. Knapp zwanzig Minuten quälen wir uns über die Bahnhofstraße, die gleichzeitig ein Stück der die Stadt durchquerenden B 112 ist. Auf der schmalen, kurvigen Straße rauschen Lastwagen und Pkws dicht an dicht an uns vorbei. Ein Höllenlärm und extrem gefährlich. Für die Anrainer der Straße unzumutbar. Forderungen nach dem Bau einer Umgehungsstraße hängen an den Zäunen. Wann wird sie gebaut? Die Planungen sprechen von sieben bis zehn Jahren! Im stillgelegten… Weiterlesen